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Kulturscheune Holzhausen

Hommertshausen stellt sich vor

Blick auf Hommertshausen von der Schutzhütte

 

Frühzeitliche Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt 1325 als Hubratishusen.

Funde einer Keltischen Ansiedlung auf dem Burgberg, die Ringwallanlage bei den Eisenköpfen  (heute nicht mehr sichtbar) lassen auf eine viel frühere Besiedlung schließen.

Weitere historische Hinweise - in der Hauptsache aus der Nachkriegszeit - sind in den folgenden Ausführungen enthalten: 

Lage und Struktur des Ortes

Hommertshausen liegt im westlichen Teil der Großgemeinde Dautphetal an der Schelde Lahn Strasse (ein Teil der Verbindung nach Dillenburg und zur A 45).

Spazierwege rund um Hommertshausen mit schönen Ausblicken werden von den Bürgern gerne genutzt. Ein beliebtes Ziel ist z.B. das ehemalige Camp Lachenwald 1950 – 2009 (ein Ferienlager für Kinder der US-Soldaten), welches heute als Waldkindergarten genutzt wird.

Radwanderer durchfahren Hommertshausen Richtung Herzhausen auf einem beschilderten Radweg.

Südöstlich liegt der größere Ortsteil im Tal und an den Ausläufern des Burgberges.

Hier entstand in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts ein Dorfzentrum mit dem Dorfgemeinschaftshaus, in welchem ein Gemeindesaal, ein Raum für den Bürgermeister und der Kindergarten untergebracht ist.  Später wurde auch eine Kegelbahn und ein Bügelraum eingerichtet, die freiwillige Feuerwehr erstellte einen Anbau für ihre Gerätschaften und den Mannschaftsraum. Die Post war auch einige Jahre im DGH präsent.

Heute ist darin das Büro des Ortsvorstehers, der Gemeindesaal, die Kegelbahn und die freiwillige Feuerwehr.

Nebenan ist seit 1978 die Hilda Heinemann Schule (eine Schule für praktisch bildbare Kinder). Ein Kindergarten, in welchem Kinder mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam betreut werden, ist in die Schule eingegliedert.

Die Hilda Heinemann Schule war 1965 bis 1978 die „neue“ Dorfschule, welche im Rahmen des Wiederaufbaues in den fünfziger- und sechziger Jahren gebaut wurde.

Die alte Schule ist neben der alten Kirche an der Schelde Lahn Strasse, nach einer Nutzung von Raiffeisen, ist sie jetzt ein privates Wohnhaus.

Gegenüber der Hilda Heinemann Schule ist das Gemeindehaus der freien evangelischen Gemeinde.

Nordöstlich, Richtung Silberg liegt ein Teil des Ortes auf den Ausläufern der Hardt.

Hier siedelten in den sechziger Jahren viele deutschstämmige Flüchtlinge, in der Hauptsache aus Ungarn, an.

Geht man den Berg (die Hardt) weiter hinauf erreicht man den Sportplatz, dem Domizil des Fußballvereines.

Nordwestlich breitet sich der Ort an den Ausläufern der Kuppe (ein Berg an der Grenze nach Niedereisenhausen) aus. Die Strasse Zum Kap (die Namensherkunft ist nicht nachzuvollziehen) führt in dieses Wohngebiet

Östlich, Richtung Mornshausen am Hundsberg ist das letzte Hommertshäuser Gebäude, die Schutzhütte, ein beliebter Treffpunkt für geselliges Beisammensein.

Von hier aus hat man einen sehr schönen Blick auf den Ort.

Unterhalb der Schutzhütte ist der neue Friedhof mit dem umgesiedelten Ehrenmal. Der alte Friedhof lag im alten Ortskern an der Silbergasse und ist jetzt eine kleine Parkanlage.

Wappen

In Rot eine goldene geschweifte Spitze, darin eine aufgerichtete rote Schwurhand, zu beiden Seiten der Spitze je ein aufgerichtetes goldenes Eichenblatt mit einer abgewendeten Eichel.

Der Legende nach soll es sich um einen Meineid der Hommertshäuser in einem Nachbarschaftsstreit um Gebietsansprüche handeln.

Wirtschaft und Handel

Straßennamen wie Silbergasse und Silberger Strasse, sowie noch einige nicht mehr erkennbare Stollen deuten auf die Zeit hin, in der es wie überall in der Gegend Erzbergbau gegeben hat.

Landwirtschaft

Jahreszahlen an Fachwerksbalken weisen auf die aufkommende Landwirtschaft im neunzehnten Jahrhundert in Hommertshausen hin.

Scheunen und Ställe an über 20 Fachwerkhäusern geben Zeugnis einer früheren, ausgeprägten Haupt- und  Nebenerwerbslandwirtschaft.

Heute (2013) sind noch 2 Haupterwerbshöfe und 2 Nebenerwerbshöfe in Betrieb. 

Handel und Gaststätten

Von den (zusammen 11) Gemischtwarengeschäften, Bäckereien und Gaststätten ist nur ein Backwarengeschäft übrig geblieben. Dazugekommen ist ein Cafe und ein Tiernahrungshandel.

Handwerk und Dienstleistung

In zweiter und dritter Generation sind in Hommertshausen mehrere Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe noch heute angesiedelt.

Einige alteingesessene Betriebe haben ihre Tätigkeit eingestellt, neue sind dazugekommen.

Fremdenverkehr

Die in den siebziger Jahren entstandenen Pensionen und Fremdenzimmer sind anfangs der achtziger Jahre wieder  aus dem Wirtschaftsleben verschwunden. Angeboten wird inzwischen wieder eine Ferienwohnung (www.reize-hoob.de)

Sehenswürdigkeiten

  • Ein Kleinod ist die alte evangelische Kirche, 1656 im barocken Stil gebaut.
    Alte Kirche Hommertshausen

1956 wurde sie, wegen Verbreiterung der Schelde Lahn Straße, etwa 2 Meter als ganzes Bauwerk verschoben, damals eine nicht alltägliche, große Leistung.

Seit der Renovierung durch den Förderverein in den neunziger und folgenden Jahren  wird sie heute noch für Kirchliche- und kulturelle Veranstaltungen genutzt.

 

  • Das 1950 erbaute Ehrenmal für die Gefallenen im Weltkrieg auf dem neuen Friedhof.

 

  • Das Keltenhaus in der Wiesenstrasse, ein Nachbau auf Privatinitiative,  unterstützt durch die Gemeinde. In ihm finden auch Pilgerer eine Unterkunft auf ihrem Weg.
    Keltenhaus Hommertshausen

 

 

  

  • Eine besondere, weltbekannte Sehenswürdigkeit hat Hommertshausen, allerdings nicht im Ort, sondern in Marburg in der Oberstadt.

Dort steht das Denkmal eines Dienstmannes auf der Wasserscheide an den Endpunkten Wettergasse und Neustadt. Geschaffen hat sie 1988 der Künstler und Bildhauer Paul Wedepohl.

Modell gestanden hat Christian Werner aus Hommertshausen, der in Marburg als Dienstmann tätig war. Täglich wird er von Touristen aus aller Welt betrachtet.

Verkehr

Hommertshausen liegt an der Schelde Lahn Straße, einem Teil der Verbindung nach Dillenburg und  zur A 45.

Die Buslinie 481 verbindet Hommertshausen nach Biedenkopf und Friedensdorf mit Bus- und Bahnanschluss nach Marburg.

Schulbusse bringen die Kinder in die Mittelpunktschule nach Friedensdorf.

Der Lahntalradweg ist über Friedensdorf zu erreichen.

Vereine

Chöre, kirchliche Gruppen, der Fußballverein, der Ski- und Trimmclub, ein Skatclub, der Verschönerungsverein als Träger der Schutzhütte und andere Gruppen tragen zum kulturellen, sportlichen und geselligen Leben in Hommertshausen bei.